HORTENSE de BEAUHARNAIS

DAUGHTER OF AN EMPRESS
QUEEN OF HOLLAND
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zaterdag 24 april 2010

imperiale Esskultur

Goldene Schale aus dem Besitz der Kaiserin Joséphine in der Arenenberger Ausstellung 2010 »Zu Tisch - à table!« FOTO: Ingeborg Kunze

Massimo, »Maître de Cuisine Ihrer kaiserlichen Hoheit Prinzessin Hortense de Beauharnais« auf dem Arenenberg über dem Bodensee, dem Exilsitz der Adoptivtochter und Schwägerin des Franzosenkaisers Napoleon I., und Mutter des Franzosenkaisers Napoleon III., hat es 1805 für Kaiserin Joséphine und Napoleon komponiert und auf Schloss Malmaison bei Paris serviert.

In diesem Sommer wird imperiale Esskultur neu inszeniert. Zwei Mal wird Massimos Menü originalgetreu, nach den alten Rezepten, gekocht und zahlenden Gästen aufgetischt: in der »Krone« in Gottlieben gleich neben Konstanz, wenige Kilometer entfernt von dem Schlösschen über dem See, das den Bonapartes nach der Verbannung aus Paris zweite Heimat war.

Hier beginnen Napoleonmuseums-Direktor Dominik Gügel und seine Historiker-Kollegin Christina Egli mit der Führung durch die neue Ausstellung »Zu Tisch - à table! Köstlichkeiten aus fürstlichen Küchen und Kellern«. Beim anschließenden »kaiserlichen Dinner« in Gottlieben bringen Egli und Gügel zwischen den Gängen Anekdoten aus der kulinarischen Welt der Bonapartes.

Abendfüllend das Thema, tagesfüllend überdies die ganze Sommersaison und angereichert mit einem Begleitprogramm: Gügel lädt am 29. April zum Vortrag zur Ausstellung »Gastlicher Arenenberg. Ein kulinarischer Spaziergang zwischen dem 15. und dem 21. Jahrhundert«. Am 9. Mai kocht der Küchenchef des Gottliebener Nobelrestaurants vor Gästen und für Gäste in einem Küchenstudio mitten in der Konstanzer Altstadt ein historisches Vier-Gänge-Menü nach Rezepten aus der Napoleonzeit.

Ungewöhnliche Einblicke

Christina Egli schaut der mit Hortense befreundeten Hohenzollern-Fürstin Amalie Zephyrine am 10. Juni in die Haushaltsbücher und gibt damit einen ungewöhnlichen Einblick in ein besonderes Stück Kulturgeschichte. Der skandalösen Fürstin hatte Hohenzollern seine Weiterexistenz nach der napoleonischen Neuordnung Europas zu verdanken. Um die Weine des kaiserlichen Clans geht es am 26. August mit der Meersburger Sommelière Mary Schäfer. Am Schauplatz der sich über mehrere Stockwerke des Bodensee-Schlosses sich ausbreitenden Ausstellung höfischer Kultur des Essens und Trinkens zwischen 1800 und 1900 - zusammengestellt in Zusammenarbeit mit der Réunion des musées nationaux in Paris und dem Museo Napoleonico in Rom - gibt es zwischen den 13-Gänge-Menü-Terminen (25. April, 26. September) am 14. August ein »kaiserliches Galadiner« in den Räumen des Schlosses, fünf Gänge, Musik und Anekdoten aus der Zeit des imperialen Jet-Sets des Empire.
Erlesene Porzellane, exquisites Kristall und Texte von Alexandre Dumas, Verfasser der »Drei Musketiere« und eines »Wörterbuchs der Kochkunst«, das ein österreichischer Verlag wieder aufgelegt hat, seltene und kostbare, aber auch merkwürdig anmutende Exponate aus fürstlichen Haushaltsbeständen illustrieren die Tischkultur des 19. Jahrhunderts. Der Besucher erfährt, dass ein Diner auf Aluminiumgeschirr zur Zeit Napoleons III. zu den teuersten Vergnügungen gehörte. (zz)
http://www.napoleonmuseum.tg.ch/

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